Wie du trotz Adipositas abnehmen kannst

Adipositas abnehmen

Damals kurz vor meinem 18. Geburtstag war für mich klar gewesen, dass ich mein Adipositas/Übergewicht (Adipositas Grad II) angehen muss. Ich hatte zum damaligen Zeitpunkt niemals gedacht, dass ich heute durch reines abnehmen so viel abnehme und das ganze ohne eine Operation. Heute bin ich davon überzeugt, dass es die einzig richtige Entscheidung war und ich es jedem nur empfehlen kann, weil es der nachhaltigste Weg ist.

Mit Adipositas abnehmen: Der einzig wahre Weg

Eventuell hast du bereits meine Story gelesen und weißt, dass ich ohne irgendeine OP mein Leben um 180° gedreht habe. Vielleicht denkst du jetzt, ach ja der liebe Marvin hat es geschafft, weil er Superkräfte hat oder das Fett von selber geschmolzen ist… Schön wärs, aber leider trifft es nicht in der Realität zu und sei dir gesagt, dass ich kein besonderer Mensch bin und wenn ich es als ganz normaler Mensch schaffe, dann kannst du es genauso schaffen!

Das Abnehmen selber ist nicht nur das verlieren von Fett, sondern es ist ein Prozess, denn du benötigst, um körperlich, aber auch mental dich zu verändern. Denn nur, wenn du in eine Sache in deinem Leben viel rein investierst, ist es auch nachhaltig und bleibt beständig. Es bringt dir nichts nur auf die schnellste Methode/Formel beim abnehmen zu schauen und danach fällst du wieder in alte Gewohnheiten, weil du weißt, dass du diese eine Anleitung in der Schublade hast und immer wieder herausholen kannst. Es ist ein UP and DOWN, dass extrem viel Energie kostet und absolut demotivierend wirkt.

Außerdem stell dir selber folgende Fragen:

  1. Was würdest du bei deinem besten Freund/Freundin mehr anerkennen? Abnehmen ohne OP oder mit?
  2. Wie würdest du dich fühlen, wenn du jetzt in diesem Moment auf der Waage 20 kg weniger hast und du weißt, dass du es verdient hast?


Du kannst bei einer Operation zwar deinen Körper „austricksen“, deinen Magen verkleinern und dadurch Gewicht verlieren, aber du kannst niemals dein Unterbewusstsein dahin verändern, dass du dauerhaft schlank bleibst. Dein Unterbewusstsein schaut dauernd zu und sieht die Realität.

Warum du ohne OP abnehmen solltest?

Wie du bereits gemerkt hast bin ich kein Fan von OPs, aber schauen wir uns das Thema mal genauer an…

Es gibt verschiedene Ansätze bei den ganzen OPs, aber letztendlich geht es darum den Magen zu verkleinern und dadurch das Hungergefühl zu reduzieren. Im Prinzip muss man alle Operationsmethoden (Magenband, Magenschlauch, Magenbypass und Magenballon) unterteilen in reversibel (umkehrbar) und nicht-reversibel (nicht umkehrbar)

Reversibel: Magenband und Magenballon

Beide OP-Ansätze sind umkehrbar und können nach einiger Zeit wieder rückgängig gemacht werden. Für mich persönlich die einzigen Methoden, wenn ich gezwungen wäre eine OP zu machen.

Nicht-reversibel: Magenschlauch und Magenbypass

Die Magenschlauch-OP als auch der Magenbypass sind dauerhaft und für mich keine Option. Hier werden körperliche Eingriffe durchgeführt, die mittel bis langfristig einen deutlichen Einfluss auf unserer Gesundheit haben. Genügend Nährstoffe können über die Nahrung nicht mehr aufgenommen werden und sollen durch Nahrungsergänzungsmittel ausgeglichen werden?!

Glaubt die Medizin wirklich, dass sie die Ernährung und den Körper in der Tiefe versteht? Nichts gegen Nahrungsergänzungsmittel, denn ich bin ein großer Fan davon, aber es gibt noch viel zu erforschen, um den Körper hauptsächlich mit Präparaten zu versorgen!

Der Raucher-Effekt

Kennst du eine Person in deinem Umfeld, der/die mit dem Rauchen aufgehört hat und seitdem zunimmt? Das ist keine Seltenheit und passiert deswegen, weil diejenigen nach einer Alternative suchen, das Glücksgefühle (Dopamin) ausschüttet. Wenn wir leckeres Essen zu uns nehmen, schüttet unser Gehirn Dopamin aus und wir sind glücklich. Genau der gleiche Effekt kann dir auch passieren, wenn dir auf einmal das Essen genommen wird und du es durch andere Süchte kompensierst. Hier ein interessanter Artikel bei Spiegel.

Ich hoffe langsam wird dir bewusster, dass eine OP nur den Fettverlust im Blick hat und dadurch andere Aspekte außer Acht lässt und leider auch zu kurz gedacht ist.

Lass uns konkreter werden wie du mit Adipositas abnehmen kannst. Denn deshalb bist du hier und liest gespannt den Artikel.

Die Sportart für Adipositas

Sicherlich hast du dir die Frage gestellt: Muss ich Sport machen, um abzunehmen oder kann ich es auch ohne schaffen?

Zuallererst ist klar zu stellen, dass man auch ohne Sport abnehmen kann und es mit Sicherheit auch Beispiele gibt, die es geschafft haben. Denn letztendlich nimmst du ab, wenn du ein Kaloriendefizit erreichst, also weniger Kalorien zu dir nimmst als du verbrauchst. Jedes Lebensmittel hat eine bestimmte Menge an Kalorien, die der Körper verbrennt, um Energie zu erzeugen und damit seine biologischen Prozesse aufrechtzuerhalten.

Ich würde aber jedem empfehlen eine Sportart anzufangen, die vor allem Muskeln aufbaut, weil durch die Abnahme deine übermäßige Haut hängt und durch mehr Muskeln kann das ganze gestrafft werden. Solltest du jetzt, als Frau angst haben Muskeln aufzubauen, weil du nicht männlich wirken möchtest, dann sei dir gesagt, dass dies unmöglich ist. Frauen haben viel weniger Testosteron und können dadurch keine Muskelberge aufbauen.

Ich persönlich bin ein großer Fan vom Fitnessstudio, weil man dort gezielt Muskeln aufbaut und man sich kontinuierlich verbessern kann, indem man Schritt für Schritt das Gewicht bei verschiedenen Übungen erhöht. Bitte hab keine Angst, dass andere dich anschauen oder auslachen könnten, denn

  1. Andere interessiert es viel weniger als du denkst
  2. Du machst das für dich
  3. Du stellst dich deinem Gewicht und willst etwas ändern, das zeigt MUT


Bitte nimm dir einen Trainer zur Seite, wenn du dich im Fitnessstudio anmeldest, um dir einen Trainingsplan zu erstellen und die Übungen zu zeigen. Ansonsten kannst du die Übungsausführungen auch bei Youtube anschauen.

Alternativ zum Fitnessstudio kannst du auch Zuhause trainieren, aber dies würde ich eher als zweite Möglichkeit sehen, weil das Risiko größer ist, aus Faulheit nicht zu trainieren, weil du Zuhause bist. Das Video von Sascha Huber kann ich sehr empfehlen:

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So habe ich mit hohem Übergewicht (130kg) abgenommen

Also du weißt jetzt, dass ich keine OP durchgeführt habe, Ich ein Fan von Sport vor allem Fitness bin und zuletzt möchte ich noch auf die Ernährung eingehen.

Da draußen gibt es viele Ernährungsformen a’la Vegan, Vegetarier, Low-Carb, High-Carb, Low-Fat, High-Fat, Paleo und Keto, um mal ein paar zu nennen.

Ich persönlich würde mal vegan und vegetarisch ausklammern, weil sie zum Teil auch aus ethischen Gründen gemacht werden und dies für mich der einzig nachvollziehbare Grund ist. Es ist als dauerhafte Ernährung gedacht und eher weniger als Diät, aber alles in allem bin ich gar kein Freund davon.

Bleiben noch die anderen übrig… Da Kohlenhydrate und Fette für einen Zeitraum deutlich reduziert werden können, würde ich eine low-Carb/low-Fat Diät empfehlen. Proteine solltest du deutlich hoch halten, um das Schrumpfen deiner Muskeln zu verhindern, denn bei einem großen Kaloriendefizit wird vermehrt Muskulatur abgebaut, um dem Körper Proteine zu Verfügung zu stellen. Ich würde mit 1,2g/kg Körpergewicht anfangen und zu spätere Zeit es erhöhen.

Kohlenhydrate kannst du reduzieren auf bis zu 30-50g und Fette sollten mindestens 10-20g sein.

Wichtig ist zu sagen, wenn du so radikal Kohlenhydrate und Fette reduzierst willst, musst du eine sehr gute Strategie haben, um dauerhaft abzunehmen als auch gesundheitliche Schäden aufs Minimum zu reduzieren.

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