Die Wahrheit über Darmbakterien zum abnehmen

Vor paar Monaten bin ich auf den Begriff „Darmbakterien zum Abnehmen“ gestoßen, weil ich andauernd nach neuen Erkenntnissen bzw. Methoden suche, um noch einfacher und effektiver abzunehmen. Die Forschung hat in den letzten Jahren viel in Richtung Mikrobiom, also die Bakteriengesamtheit im Darm untersucht und ist auf sehr interessante Erkenntnisse gestoßen, die ich dir nicht vorenthalten möchte. 600g reines Fett pro Monat verlieren mit nur 5 Minuten Aufwand pro Tag ist ein absoluter Knaller und wird dich mit Sicherheit interessieren, aber ob das der Wahrheit entspricht werden wir in diesem Artikel klären 😉!

Darmbakterien und der Darm

Doch zuerst müssen wir erstmal einmal verstehen was überhaupt Darmbakterien sind und welche für uns zum Abnehmen relevant sein können. Unser Darm besteht aus ca. 100 Billionen Bakterien und aus mehr als 1000 verschiedenen Bakterienstämmen. Du merkst das der Darm ein sehr komplexes Organ ist und deswegen konnte erst in den Anfang 2000er durch neue Analyseverfahren das ganze Mikrobiom (Bakteriengesamtheit) untersucht werden, um gegebenenfalls Bakterienstämme, die wenig vorkommen durch z.B. Probiotika auszugleichen.

Oder auch Bakterien besser verstehen zu können, indem man eine Vermehrung oder eine Minderung eines Bakterienstammes erkennt und dadurch Erkenntnisse ableitet.

Können die kleinen Mitbewohner uns gegen Übergewicht helfen?

Jaein zwei Bakterienstämme der Gattung Firmicutes und Bacteroidetes sind in den Fokus der Forschung gestoßen, denn man konnte durch einen Versuch beobachten, dass Firmicutes-Bakterien die gegessene Nahrung deutlich intensiver verarbeitet (ca. 150 Kalorien mehr) und damit mehr Energie also Kalorien gewinnt als Bacteroidetes. Aber bevor du jetzt direkt auf Google gehst und eingibst „Wie kann ich Bacteroidetes vermehren“ lies bitte den Artikel bist zum Ende, denn so einfach ist es leider nicht, aber schauen wir uns die Studienlage genauer an.

Was sagen Studien dazu?

Studie

Mit insgesamt 21 Menschen (12 Schlanke und 9 Übergewichtige) wurde 3 Tage lang eine Unterernährung von 2400 kcal und 3 Tage lang eine Überernährung von 3400 kcal durchgeführt. Dabei wurde gezeigt, dass der Firmicutes-Anteil bei der Unterernährung gestiegen ist und der Bacteroidetes gesunken ist. Bei der Überernährung war es genau andersrum, der Bacteroidetes-Anteil stieg und der Firmicutes sank.

Außerdem hat man den Stuhl untersucht und festgestellt, dass bei der Unterernährung ca. 150 Kalorien mehr aufgenommen wurden, als bei der Überernährung.

Review Studie

Dabei wurde sich die Frage gestellt: Ist der Firmicutes/Bacteroidetes Anteil ein Marker für ein Ungleichgewicht im Darm bei Übergewichtigen. Dabei wurden auch Studien analysiert die den Firmicutes/Bacteroidetes Anteil bezüglich abnehmen untersucht haben. Letztendlich wurden positive als auch negative Ergebnisse gezeigt.[1]

Meine Meinung

Letztendlich muss weiter in die Richtung geforscht werden. Leider ist es auch nicht einfach das Ganze in der Praxis zu testen, weil man viele Faktoren ausschließen müsste, um ein genaues Ergebnis zu erhalten. Ich persönlich wurde mir den Aufwand sparen und mich eher auf die wichtigsten Elemente beim Abnehmen konzentrieren. Dennoch bin ich davon überzeugt, sowie auch die Forschung, dass das Mikrobiom beim Abnehmen oder auch bei der Gesundheit einen direkten Einfluss hat.

3 essentielle Punkte, um dein Darm auf Schlank zu programmieren

Stress reduzieren

Mit Sicherheit hast du schon mehrmals gehört, dass Stress viele Probleme verursacht und auch im Darm kann es die guten Bakterien vermindern und die schlechten Bakterien erhöhen. Das führt letztendlich zu einer Dysbalance (Dysbiose) und kann zu Erhöhungen von Entzündungen führen. Bei höheren Entzündungen lagert der Körper eher Fett ein und somit sollte dagegen gearbeitet werden.

Ballaststoffe essen

Ballaststoffe sind genau genommen auch Kohlenhydrate, die nur in pflanzlichen Lebensmittel vorkommen. Sie werden nur von Bakterien in deinem Darm verarbeitet, die wiederum andere Stoffe produzieren, die gesundheitliche Vorteile haben. Außerdem sinkt auch dein Hungergefühl, dass in einer Diät sehr hilfreich sein kann.

Zucker vermeiden

Ja auch hier kommt wieder Zucker ins Spiel…

Zucker vermindert genauso wie Stress die guten Bakterien und erhöht die schlechten Bakterien im Darm. Du solltest also Zucker in Maßen essen und nicht in rauen Massen, aber da erzähle ich dir wahrscheinlich nichts Neues. 😉

 





Quellen:

  • [1] Magne, Fabien et al. “The Firmicutes/Bacteroidetes Ratio: A Relevant Marker of Gut Dysbiosis in Obese Patients?.” Nutrients vol. 12,5 1474. 19 May. 2020, doi:10.3390/nu12051474

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Teilen
Pin